Virtua Tennis 3

Virtua Tennis 3 Test / Review

Betrachtet man die kompromisslos geniale, dennoch einfach Spielbarkeit der beiden Vorgänger, welche ursprünglich auf Segas glückloser Dreamcast erschienen, wundert man sich wohl kaum, dass Sega auch beim dritten Konsolenauftritt der Tennis-Cracks daran kaum etwas verändert hat.

Allein mit dem Steuerkreuz bzw. dem Analog-Stick und drei Aktionstasten für Topspin, Slice und Lob kommt die gesamte Steuerung aus. Dies ermöglicht selbst wenig versierten Spielern schnell den Einstieg in den virtuellen Tenniszirkus. Doch simple Tastenbelegung ist nicht gleich simplem Spiel! Denn obwohl selbst Anfänger bereits nach wenigen Sekunden die ersten Bälle übers Netz pfeffern, holen Profis mit den drei verschiedenen Schlagarten in Kombination mit den Richtungstasten ungeahnte Fähigkeiten aus den Spielern. Wer mit dem einfachen Grundschema wirklich umzugehen versteht, hat eine Menge Spielraum für elegante Aktionen und spektakuläre Siege.

Die ungeheuer präzise Abfrage der Laufbewegungen erlaubt zudem, den eigenen Charakter beinahe pixelgenau auf dem Feld zu positionieren. Dies ist insbesondere wichtig, da die verfügbaren Schlagvarianten von der Position des Spielers zum Ball abhängen. Eine harte, für den Gegner meist nur schwer zu parierenden Topspin-Granate vollführt ihr beispielsweise nur, wenn ihr einen hohen Ball mit gestrecktem Arm abnehmen könnt. Dazu muss der eigene Spieler vor dem Schlag freilich direkt unter dem Ball positioniert werden. Die Schlagstärke hängt sodann von der Zeit ab, die ihr den jeweiligen Butten gedrückt haltet, bevor die Filzkugel eure Schlagreichweite erreicht. Einfach und doch effektiv.

Ein paar Kleinigkeiten fallen aber störend auf. Es ist beinahe unmöglich, die CPU Konkurrenz mit hohen Lobs auszuspielen. Selbst Bälle, die wohl von einem menschlichen Gegner kaum abgenommen werden könnt, schmettern euch die KI-Kollegen mit aller Wucht zurück. Erstaunlicherweise ist es aber für den Spieler selbst alles andere als leicht, hohe Bälle zurückzuschlagen. Es kommt zu oft vor, dass man unter einem mittelhohen Ball einfach ins leer Schlägt, obwohl der eigene Tenniscrack grundsätzlich in die perfekte Abnahmeposition gestellt wurde.

Wahlweise kann die Steuerung auch über die Bewegungssensoren des Sixaxis-Pads erfolgen. Da die Sache aber nicht im entferntesten so Intuitiv daherkommt wie beispielsweise Nintendos Wii Sports und eine sehr hohe Gewöhnung erfordert, werden wohl nur die allerwenigsten Spieler die Option nutzen. Deshalb fällt diese Option klar in die Kategorie "nettes Beiwerk, aber nicht wirklich brauchbar".

Für Einzelspieler dürfte vor allem der Karrieremodus interessant sein, welcher im Vergleich zu den Vorgängern deutlich überarbeitet wurde. Nachdem ihr euch mittels Editor einen eigenen Charakter erstellt habt, findet ihr euch auf einer Weltkarte wieder. Um den eigenen Recken für den professionellen Tennis-Zirkus fit zu machen, besucht ihr entweder die Tennis-Akademie oder absolviert eines der zahlreichen Minispiele. Neben altbekannten Vertretern wie Bowling oder Zielscheiben-Schiessen finden sich eine ganze Menge neuer, ausgefallener Minigames wie Curling, Bingo, Fruchtjagd oder Alienangriff. Die kleinen Spiele peppen nicht nur die Leistungswerte des eigenen Sportlers kräftig auf, sondern sorgen auch längerfristig für Spielspass. Insbesondere, da sich der Schwierigkeitsgrad jedes einzelnen euren Leistungsfortschritten anpasst.

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Game Info

  • Genre: Sport
  • Entwickler: Sega AM2
  • Publisher: Sega
  • Spieler offline: 4
  • Releasedatum: 23.03.2007 (erschienen)

  • 1080p Modus: Ja
  • 4:3 Anpassung: Vollbild
  • Sixaxis Support: Ja
  • Teilinstallation auf Festplate: Nein

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