BioShock 2 Test / Review

BioShock 2

Irrational Games' BioShock war ein unglaubliches Meisterstück an dichter Atmosphäre, das den Spieler in eine bizarre und gleichzeitig faszinierende Unterwasserwelt entführte, um die ein spannendes Mysterium gestrickt war. Die hohen Erwartungen zu erfüllen, die an einen solchen Nachfolger gestellt werden, ist daher fast unmöglich, doch BioShock 2 versteht es, die Brillanz des ersten Teils auf gekonnte Weise einzufangen.

Dabei will definitiv festgehalten werden: BioShock war keinesfalls perfekt. So erfüllend und vielseitig der Einsatz der unterschiedlichen Plasmid-Kräfte war, litt im Gegenzug das nicht annähernd so erfüllende, wenn aus ausgefallen designte Arsenal von Standardwummen. Ebenso verpasste man es, den moralisch schwerwiegenden Entscheidungen mehr Gewicht zu verleihen, als zu weiten Teilen einfach den Abspann umzuändern. Im direkten Vergleich wird BioShock 2 so eindeutig zum besseren Spiel, das intelligent die Schwachpunkte des Vorgängers aus der Welt schafft, ohne ihn hartnäckig in jeder Beziehung übertreffen zu wollen. Dennoch fällt der Titel dem Umstand zum Opfer, dass BioShock nie mit einem Nachfolger im Hinterkopf geplant war. So hält die Rückkehr nach Rapture nicht mehr ganz den Zauber bereit, den der erste Trip noch bereit hielt, während jeder, der Andrew Ryans Unterwasser-Utopia mit BioShock 2 zum ersten Mal betritt, ohne Kenntnis der Ereignisse des ersten Teils hoffnungslos verloren ist.

Die grösste Herausforderung für BioShock 2 ist es nämlich, seine komplett eigenständige Handlung glaubwürdig mit dem zu vereinbaren, was man im Verlauf des Vorgängers über Rapture und seinen Zerfall herausgefunden hat. Andrew Ryan, der geistige Vater der Metropole am Grund des Atlantik, hatte nämlich nicht nur mit Frank Fontaine alle Hände voll zu tun, sondern fühlte seine Stadt des individuellen Genies bedroht durch Dr. Sophia Lamb, eine ehemalige Psychiaterin, die das kollektive Wohl über die Freiheit des Einzelnen stellt. Einen Grund, warum dies im Verlauf des ersten Teils nie zur Sprache kam, gibt es aber leider nicht und umgekehrt ergründet der Nachfolger weder die Ereignisse des ersten BioShock ausreichend, noch baut er auf diesen in bedeutsamem Umfang auf.

BioShock 2 beginnt nämlich acht Jahre nachdem im ersten Teil ein unscheinbarer Mann namens Jack einen Flugzeugabsturz überlebte und auf mysteriöse Weise einen Weg nach Rapture fand. Diesmal erwacht der Spieler aber in der Haut eines Big Daddys, die gefürchteten, schwer gepanzerten Bodyguards von Raptures Little Sisters. Diese genmanipulierten Mädchen wandern durch die kalten Hallen des zerfallenen Utopia, um aus den Leichen seiner Bewohner eine wertvolle, genetische Substanz namens Adam zu extrahieren. Ihr seid aber kein gewöhnlicher Big Daddy, sondern der erste, funktionale Prototyp namens Delta und besitzt anders als eure Nachfolger noch immer ein Bewusstsein, zusammen mit dem unbändigen Verlangen, mit eurer an euch gebundenen Little Sister vereint zu sein. Wie ihr nämlich bald herausfindet, bedeutet eine längerfristige Trennung den sicheren Tod, doch die Identität eurer speziellen Little Sister bringt ein Problem mit sich: Eleanor Lamb, Tochter von Sophia Lamb, deren "Familie", wie sie ihr Kollektiv an gläubigen Anhängern nennt, seit den Ereignissen des ersten Teils einen Grossteil der Macht in Rapture innehält.

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Game Info

  • Genre:
    Egoshooter
  • Entwickler:
    2K Marin
  • Publisher:
    2K Games
  • Spieler offline:
    1
  • Spieler online:
    10
  • Releasedatum:
    08.02.2010 (erschienen)
Technische Details  
1080p Modus Ja
Sixaxis Support Nein
Teilinstallation auf Festplate Ja
Grösse der Installation 4573 MB

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